Irrwisch zeigt Experimentelles Bewegungstheater von hoher Dynamik. Maskenspiel, eine Vielfalt archaischer Figuren, Bühnenkampf, Clownspiel par excellence in musikalisch untermalter Atmosphäre dürfen nicht fehlen bei dieser phantastischen Reise durch die Innenwelt, ganz in der Tradition des Abenteuer-Traumspiels, dessen Wurzeln zu Beginn des 20. Jahrhunderts liegen und bis Michael Ende, als dessen wohl prominentestem Vertreter, reichen.
Selten hat man sich so gut amüsiert, hieß es schon 1992 in einer Pressekritik zu Irrwisch, und unlängst stellte eine Zeitung zu der clownesken Produktion Das schönste Gewand fest: "Die Zuschauer traten nach der Vorstellung heiter und verwirrt zurück in den Alltag, der um eine kurzsichtige Wahrheit ärmer und an Weisheit reicher wurde. Denn mit ihrem ekstatischen Wirbel brachten die Irrwische - so eine Headline im Jahr 2000 - die Phantasie in die Realität zurück."
Die Spielerinnen und Spieler des Ensembles Irrwisch sind Theaterpädagogen und arbeiten unter der Regie von Dr. Annette Fried und Dr. Joachim Keller an der Akademie Reuschberg zusammen. Seit 1984 zeigt Irrwisch in wechselnder Besetzung Clowntheater in experimentellen Bühnenshows und Musiktheaterstücke für Erwachsene und Kinder. Regelmäßig bleibt zwischen sogenannten Anspielpunkten innerhalb des Showkonzepts Raum zum Improvisieren, damit das Stück atmet und die Handlung aus der Spontaneität der Spieler immer wieder neu belebt wird.
Seit 1996 bespielt die Gruppe auch das hauseigene Theater an der Akademie Reuschberg. Zwischen heitere Produktionen flochten sich auch ernste Stücke, wie etwa Das andere Gesicht (1993) und mit der experimentellen Umsetzung von Schneewittchen - aufgeführt 2001 - eine frauenpolitische Interpretation der Märchenvorlage der Gebrüder Grimm.
In jeder ihrer Aufführungen blieben die Irrwische ihrem Grundsatz treu:
Wir bedeuten nichts. Wir spielen nur.
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